Das Neujahrsgeschenk

Ein bodyloser Bodyguard und ein Rächer wider Willen. Ein neunmalkluger Grasdealer und ein schlauer Psychologiestudent. Ein ehrenwerter Geschäftsmann und ein unschuldiges Mädchen. In einer Silvesternacht verbindet der Zufall und ein defekter Fahrstuhl die Schicksale von sechs Menschen untrennbar miteinander. Pünktlich um Mitternacht eskaliert die Situation und für keinen der Beteiligten wird die Welt jemals so sein wie früher…

Mein Abschlussfilm im Filmschwerpunkt an der Hochschule Ansbach
Gewinner des Publikumspreises beim Mittelfränkischen Jugendfilmfestival 2013
und das Projekt, auf das ich bis dato am meisten Stolz bin :-)

Blastphemie

Vor ein paar Tagen begegnete ich Gott.
Aber nicht so, wie man ihn sonst so trifft,
in einer wehenden Plastiktüte
oder in den Augen eines lachenden Kindes
oder auf einem Pfannkuchen oder so.
Nein, ich meine so richtig.
Plötzlich stand er da.
Mitten in meinem Wohnzimmer.
In einem weißen Gewand und mit wehendem Bart.
Er sah wirklich ein bisschen aus wie Morgan Freeman.
Und er hatte eine Flasche Bacardi in der Hand.
Und mit einem überirdischen, himmelsscharengebietenden, alttestamentalischen Bass sprach Gott:

mehr, büdde...

Das Schloss

Erschöpft breche ich vor der Pforte zusammen. Ich beiße mir auf die Lippen um nicht aufzuschreien als sich die kleinen, spitzen Steine auf dem Pfad in meine Knie und Handflächen bohren. Der Schmerz verschafft mir einen klaren Augenblick, den ich nutzen muss. Mit Mühe widerstehe ich der Versuchung, mich einfach auf die Seite zu legen, die Augen zu schließen und mich vom schweren, gnadenbringenden Vergessen übermannen zu lassen. Ich richte mich langsam auf, die Sehnen in meinem Rücken ächzen und mir wird wieder Schwarz vor Augen. Der Aufstieg war schwer, meine zerschundenen Füße und blutverkrusteten Hände geben ein wahrhaftiges Zeugnis davon, doch endlich bin ich wieder hier.

mehr, büdde...

Du glaubst, Du bist derbe genug für diese Action? Pah! – Bacardi Oakheart FB-Werbebanner

Ich muss ja gestehen, dass ich Fußball im Allgemeinen und die Europameisterschaft im Besonderen mit glühender Leidenschaft und aus dem tiefsten Grunde meines Herzens absolut gleichgültig zur Kenntnis nehme. Die Gründe dafür sind mannigfaltig und uninteressant. Interessanter hingegen sind die Reaktionen Dritter auf meine Geisteshaltung: Wenn ich sage “Fußball ist mir ziemlich egal” (was gelegentlich vorkommt), ernte ich ähnliche Reaktionen wie sonst wohl nur das Geständnis provozieren würde, einem mystischen Kult anzugehören der an die heilende Kraft einer Mettwurstdusche glaubt. Durch eine Verkettung unwahrscheinlicher und äußerst bizarrer Umstände (Ich kam ins Wohnzimmer, als mein Dad gerade Fußball geschaut hat), habe ich vor einigen Tagen doch ein paar Blicke auf ein Spiel erhaschen können und etwas Faszinierendes festgestellt: mehr, büdde...

Pan-O-Rama

So sehr ich das sorglose Lotterleben im Hotel Mama auch schätze, nach so einer geräumigen Bude sind 15qm altes Jugendzimmer… nun ja… etwas beengend